Fertigfutter-Industrie


Um die Haustiernahrung ist ein gigantischer Markt entstanden, der hart umkämpft ist und jährlich Milliarden Umsätze erwirtschaftet. Was jedoch viele nicht wissen: Alle grossen Tierfutterhersteller sind lediglich Tochter-unternehmen von wenigen grossen Chemie,- und Nahrungsmittelkonzernen wie z.B. Nestlé und Colgate Palmolive. Die Abfälle der menschlichen Nahrungs-mittelindustrie sollen, wo erlaubt, auch noch gewinnbringend verwertet werden.

 Der Nahrungsbrei wird bei vielen Trockenfuttermittel auf bis zu 250° unter grossem Druck erhitzt und danach mit künstlichen Zusätzen versehen (Extruderverfahren), weil natürlich die meisten Vitamine, Spurenelemente und Enzyme, die einmal darin enthalten waren, bei diesem Verfahren zerstört wurden. Ebenfalls werden Konservierungsstoffe sowie künstliche Farb- und Geschmackstoffe hinzugefügt.

 Die Werbung suggeriert dem Tierbesitzer jedoch, dass nur mit industriell hergestelltem Fertigfutter eine ausgewogene Ernährung stattfinden kann. Wissenschaftliche Studien, meistens gesponsert von eben jenen Konzernen, sollen diese Theorien belegen.

 Inzwischen gibt es Fertigfutter für grosse Rassen, kleine Rassen, spezifische Rassen, Welpen, Junghunde, alte Hunde, Sporthunde, tragende und säugenden Hündinnen und übergewichtige Hunde. Daneben gibt es Futter für eine Leberdiät, Nierendiät, Diabetikerfutter und andere spezielle Futter, die jedoch nur über den Tierarzt zu erwerben sind.

Doch die meisten Futtersorten bestehen zum grössten Teil (60 – 90 Prozent) aus Getreide, was man in der Analyse oft umgeht, indem man die Getreidesorten einzeln auflistet. So ist es möglich, Fleischmehl als erste Zutat aufzuführen, obwohl zusammengerechnet die Hauptzutat gemischtes Getreide ist. Problematisch ist vor allem auch die Undurchsichtigkeit der Herkunft der einzelnen Rohstoffe und Zutaten sowie deren Qualität.

Die Werbung vermittelt dem Tierbesitzer zudem, dass es sich dabei um saftige Fleischbrocken, knackiges Gemüse und gesunde Vitamine und Mineralstoffe handelt und das alles in ausgewogenem Verhältnis. Wer jedoch die entsprechende Futteretikette zu Rate zieht und weiss, was alles erlaubt ist unter Begriffen wie ‚Tierische Nebenprodukte, pflanzliche Nebenprodukte, Geflügelmehl, Trockenschnitzel’ usw. wird schnell feststellen, dass dem nicht so ist. Ausserdem muss man wissen, dass Fleisch beim Trocknen etwa 80 % Wasser verliert.

Mittlerweilen gibt es jedoch auch Hersteller, die keine billigen Abfallstoffe verwenden, der Getreideanteil nicht 80 % und mehr  beträgt und schonendere Verfahren angewendet werden. Es ist jedoch trotzdem daran zu denken, dass es sich bei Fertigfutter meistens um konservierte und hoch erhitzte Nahrung handelt. Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und essentielle Fettsäuren werden durch die Erhitzung im Herstellungsverfahren zerstört, verändert oder beschädigt. Unnatürlich ist das Futter, da es nicht mehr aus der ursprünglichen Nahrungskette des entsprechenden Tieres stammt sondern oftmals mit Chemikalien, Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen versetzt ist, um die lange Haltbarkeit zu gewähren.

Tatsache ist, dass unser Hund und unsere Katze vom reinen Beutetierfresser nach und nach leider zum Getreidefresser wurden. Kommerziell hergestelltes Fertigfutter ist nicht entworfen wurde, um die Bedürfnisse unserer Haustiere in optimaler Art und Weise abzudecken.