Fragen & Antworten

  • Weshalb roh füttern und nicht gekocht?
    Rohes Gemüse, Obst, Fleisch und Knochen enthalten zahlreiche Vitamine, Spurenelemente, Närstoffe und Mineralien, die durch das Erhitzen und Kochen leider zerstört werden. Gerade auch das im Fleisch enthaltene Blut ist ein sehr guter Salz,- und Eisenlieferant.

 

  • Weshalb kein Schwein füttern?
    Schweinefleisch (Wild,- und Hausschwein) sollte nie roh verfüttern werden, da eine Infektion mit dem Aujeszky-Virus (benannt nach einem ungarischen Tierarzt) immer tödlich endet. Deshalb soll Schweinefleisch, falls es verfüttert wird, immer ausreichend gekocht werden, denn nur rohes Fleisch kann den Virus enthalten. Anzeichen einer Infektion sind Juckreiz, Schluckbeschwerden sowie Störungen des Nervensystems. Für Menschen ist der Virus ungefährlich.

 

  • Kann ich Fertigfutter füttern und barfen?
    Fleisch und Trockenfutter sollten nicht gemischt werden, denn das vertragen viele Hunde nicht so besonders gut. Wenn Sie jedoch Teilbarfen möchten, dann ist somit wichtig, das das Fleisch und Fertigfutter nicht in einer Mahlzeit gegeben wird. Fertigfutter braucht in der Verdauung wesentlich länger als Fleisch und das Mischen kann Blähungen, Verstopfungen und sonstige Verdauungsstörungen verursachen. In den meisten Trockenfutter-Sorten ist Getreide ein Hauptbestandteil und verweilt wesentlich länger im Magen-Darm-Trakt als Frischfleisch und Gemüse. Wenn Sie also Fertigfutter und Fleisch füttern möchten, dann ist es ratsam, zwei Mahlzeiten daraus zu machen.

 

  • Wie taue ich das Fleisch am besten auf?
    Am besten wird das tiefgefrorene Fleisch im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur aufgetaut. Die daraus resultierenden Säfte wie z.B. auch das Blut können auch verabreicht werden, da sie einige Vitamine und Mineralien enthalten.

 

  • Mein Hund trinkt weniger Wasser, ist das normal?
    Ja, das ist normal, denn Fleisch und Gemüse enthalten viel Wasser und wenig Salz, sodass der Wasserbedarf um das 4-5 fache weniger ist als bei der Fütterung von Trockenfutter.

 

  • Muss ich wirklich Zusätze füttern?
    Ja und Nein. Es kommt immer auf die Lebensumstände an. Eine laktierende Hündin hat beispielsweise einen bis zu 3-fach höheren Energiebedarf. Die Unterstützung mit Vitaminen, besonders Vit. C ist hier erforderlich. Bei den Mineralstoffen spielt Kalzium für die Hündin eine sehr wichtige Rolle. Auch bei Welpen ist der hohe Bedarf von Vitaminen und Mineralstoffen zu berücksichtigen. Kranken oder gestressten Hunden kann mit Nahrungs-ergänzung geholfen werden. Es gilt aber immer zu beachten, dass nicht zuviel ergänzt wird, denn dies könnte auch kontraproduktiv sein. Man sollte den Hund genau beobachten, um festzustellen, ob dem Hund etwas fehlt. Ein Blutbild oder eine Haarmineralanalyse kann hilfreich sein, um Mangelerscheinungen festzustellen. Es ist zudem wichtig, dass Sie die Lebenssituation Ihres Hundes richtig einschätzen d.h. ein Hund, der Sport treibt hat einen erhöhten Vitaminbedarf. Wasserlösliche Vitamine werden bei Überschuss vom Körper ausgeschieden (Vit. C und B-Vitamine) und können nur schwer überdosiert werden. Fettlösliche Vitamine hingegen (Vit. E, D, K, A) werden im Körper gespeichert, und Überdosierungen können genauso wie Mängel der Gesundheit schaden.

 

  • Mein Hund hat weniger Stuhlgang, ist das normal?
    Ja, das ist bei der Rohfütterung normal, weil der Hund dieser Art von Nahrung viel besser verwerten kann.

 

  • Main Hund hat weissen Stuhlgang, ist das normal?
    Bei der Fütterung von Knochen ist dies normal. Hat der Hund jedoch Verstopfungen, so sollte der Gemüse,- und Fleischanteil erhöht und der Knochenanteil reduziert werden, Die Zugabe von Öl kann hier auch unterstützend wirken.

 

  • Weshalb hat mein Hund Durchfall?
    Am Anfang kann es infolge der Umstellung zu Durchfall kommen, welcher sich jedoch bald wieder einstellen sollte. Bei starkem und länger dauerndem Durchfall sollte man einen Tierarzt aufsuchen, da es sich höchstwahrscheinlich um ein anderes Problem handelt.

 

  • Mein Hund hat Schleim um den Kot, was ist das?
    Dies sieht man ab und zu bei der Umstellung zur Rohfütterung und gehört zu den klassischen Entgiftungserscheinungen. Das Verfüttern von Milchprodukten kann jedoch auch dazu führen, weshalb man dies folgedessen etwas meiden sollte. Ist der schleimige Kot längere Zeit vorhanden oder wiederholt sich dies sehr häufig, dann sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Es könnte sich nämlich um eine Magen-Darm-Entzündung oder ein Parasitenbefall handeln.

 

  • Was ist mit Salmonellen?
    Viele Hundebesitzer haben wegen der Salmonellengefahr Angst, Huhn zu verfüttern. Der Magen-Darm-Trakt des Hundes ist jedoch um einiges kürzer, die Magensäure um etliches aggressiver als beim Menschen und die Verdauungszeit der Nahrung bei der Rohfütterung noch verkürzt, was Salmonellen keine Chance gibt. Deshalb erkranken Hunde grundsätzlich kaum an Salmonellen.

 

  • Muss ich öfters entwurmen?
    Der Wurmbefall trifft hauptsächlich bei kranken Hunden mit einem angegriffenen Immunsystem auf. Durch die Rohfütterung wird jedoch genau das Immunsystem gestärkt, weshalb roh ernährte Hunde nicht unter Wurmbefall leiden sollten. Viele Tierärzte empfehlen, den Hund regelmässig zu entwurmen. Dabei wird meistens überhaupt nicht kontrolliert, ob der Hund unter Wurmbefall leidet sondern munter 2-4 Mal pro Jahr drauflos entwurmt.  Leider ist es so, dass die chemische Entwurmung die Leber schädigen kann und die Darmflora stark angreift. Um sinnvoll zu entwurmen, sollte deshalb von Zeit zu Zeit ein Kotuntersuch beim Tierarzt durchgeführt und nur dann entwurmt werden, wenn nachweislich auch ein Parasitenbefall vorliegt.

Sollten Sie noch weitere Fragen, so können Sie mich gerne kontaktieren.